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Das heutige Kirchengebäude wurde 1862 bis 1864 neu errichtet, nachdem die alte Martinskapelle, erstmals erwähnt 1326, abgebrochen wurde, weil sie zu klein und baufällig geworden war. Die neue Kirche bietet ca. 500 Gläubigen Platz, für die damalige Gemeinde eine unverhältnismäßig große Kirche. Das war aber begründet dadurch, dass die Schüler der verschiedenen Internatsschulen in Friedrichsdorf, die dort nur die französisch-reformierte Kirche vorfanden, für ihren Konfirmandenunterricht und in den Gottesdienst nach Seulberg gingen.
Entwurf und Ausführung der Seulberger Kirche lagen in den Händen des Bad Homburger Baumeisters Christian Holler, der zur gleichen Zeit auch die Bad Homburger Synagoge errichtete. Die im neugotische Stil errichtet Kirche steht heute unter Denkmalschutz.
Das Kirchenschiff ist 16 m breit und 20 m lang. Der Kirchturm mit dem goldenen Wetterhahn ist ca, 50 m hoch und ist ein trigonometrischer Punkt de Landesvermessungsamtes. Von dem Turm läuten 3 Glocken (in den Tönen h - e - gis ) zu den Gottesdiensten. Die Orgel steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Sie wurde 1865 von der Firma Ratzmann in Gelnhausen gebaut und 1987 von der Firma Förster und Nicolaus aus Lich grundlegend restauriert.
Das Gemeindeleben wird in erster Linie durch den Gottesdienst geprägt, der regelmäßig sonntags um 9.45 Uhr stattfindet. Es sorgen aber auch viele Veranstaltungen der einzelnen Gemeindegruppen für ein außerordentlich reges Gemeindeleben. Zu den Gruppen zählen u.a. Ev. Frauenhilfe, Blättermissionskreis, Ev. Kirchenchor Seulberg, Flötenkreise, Pfadfindergruppen, Kinderchor. Für die Arbeit dieser Gruppen steht das im Jahr 1996 fertiggestellte neue Gemeindehaus zur Verfügung, dessen Saal auch für private Veranstaltungen genutzt wird.